Sicherheit von TCM Rezepturen in Zeiten von COVID-19

In diesen Zeiten einer offensichtlich durch den Verzehr von Wildtierprodukten in China ausgelösten Corona Pandemie erscheint es mir angebracht, Sie über die Sicherheit der von mir verschriebenen chinesischen Kräuter zu informieren.

Zu diesem Thema erreichte mich in diesen Tagen die beigefügte Information der Apotheke, mit der ich seit einigen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeite. Zu dem hier beigefügten Beitrag möchte ich noch anmerken, dass ich schon immer Granulate einsetze und nur auf speziellen Wunsch von Patienten/-tinnen auch mal Rohdrogen verschrieben habe. Zudem verwende ich immer schon keine tierischen Produkte in meinen Rezepturen.

­
Geschätzte TCM-Therapeuten/innen
Geschätzte Ärztinnen und Ärzte
­ In den letzten Tagen erhielten die Apothekerinnen der LIAN CHINAHERB einige Anfragen zur Sicherheit von TCM-Granulaten und -Rohdrogen im Hinblick auf das Coronavirus.
 
Verschiedene Medien hatten als Quellen des neuen Coronavirus COVID-19 unter anderem einige Tierarten genannt, die auch Grundlage von tierischen Arzneimitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin sind. Dies betrifft die Schlange Bungarus multicinctus (Vielgebänderter Krait, verwendet für jin qian bai hua she*) und die Schuppen des Gürteltiers (verwendet für chuan shan jia**). Bestätigungen für diese Angaben gibt es allerdings nicht und die Quelle des Virus ist noch immer Gegenstand von Untersuchungen.
 
Eine Krankheitsübertragung durch TCM-Arzneien ist aber allgemein, ob es sich nun um pflanzliche oder tierische Mittel handelt, ausgesprochen unwahrscheinlich. Die Übertragung des Virus verläuft nach aktueller Kenntnis von Mensch zu Mensch oder von Tier zu Mensch via Tröpfcheninfektion (wie bei einer Grippe) oder durch Ausscheidungen. Die Vermehrung des Virus findet in der lebenden Wirtszelle (Mensch oder Tier) statt.
 
Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt dazu:
«Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände (…) Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.»
Trocken gelagerte Rohdrogen und Granulate, die überdies in der Herstellung stark erhitzt wurden, sind demnach noch unbedenklicher als frische Lebensmittel. ­ ­ Bei der Herstellung der von Ärztinnen und TCM-Therapeuten verschriebenen individuellen Rezepturen folgt die LIAN CHINAHERB seit vielen Jahren einem sehr strengen Hygienekonzept. Die Produktionsräume der LIAN erfüllen die Standards für Reinräume gemäss ISO 14644 und dürfen nur von Mitarbeitenden mit spezieller Hygienebekleidung betreten werden. Zudem sind vor dem Zutritt in die LIAN-Produktionsstätte das Händewaschen mit Seife und die Händedesinfektion Vorschrift.
 
Nach aktuellem Wissen über die TCM-Arzneimittel und aufgrund der Produktionsbedingungen und Sicherheitsvorkehrungen der LIAN CHINAHERB sind Befürchtungen bezüglich der Anwendung der TCM-Arzneien unbegründet.